
Ich dachte mein Körper hat versagt.
Über Jahre war es mein Traum,
oben zu stehen. Ich habe alles gegeben - jeden Tag. Und
trotzdem im entscheidenden Moment lieferte mein Körper nicht
das, was im Training möglich war. Mein Olympiatraum war
ausgeträumt.
In dieser Zeit habe ich gelernt, wie stark Leistung von Regulation, Vertrauen und innerer Sicherheit abhängt.

Ich dachte, Stärke bedeutet, immer weiterzumachen.
Doch je mehr ich verstand, desto
mehr wurde mir klar: Nachhaltige Leistung entsteht nicht durch
mehr Druck, sondern durch ein System, das dich
trägt.
Heute verbinde ich Wissenschaft und praktische Erfahrung, um Athleten zu helfen, ihren Körper wirklich zu verstehen.
Regulation ist kein Luxus.
Es ist die Grundlage für nachhaltige Leistung,
Gesundheit und ein Leben, dass sich nicht nach Dauerkampf
anfühlt.

Als Ruder-Weltmeister dachte ich, ich wüsste alles über Leistung. Ich wusste es nicht.
Ich habe lange geglaubt, dass Leistung bedeutet, immer mehr zu machen. Mehr Training. Mehr Disziplin. Mehr Härte. Und lange Zeit hat dieses System funktioniert. So bin ich Weltmeister im Rudern geworden und war lange Jahre Teil der Nationalmannschaft.
25 Stunden Training pro Woche waren normal. Mein ganzes Leben war auf Rudern ausgerichtet. Mein großer Traum: für Deutschland starten, Teil der Nationalmannschaft bleiben — irgendwann Olympische Spiele.
Nach außen: maximale Leistungsfähigkeit. Innerlich: permanente Spannung. Entzündungen. Erschöpfung. Verdauungsprobleme. Signale, die ich wahrnahm — aber nie wirklich verstand.
Kurz vor der Olympia-Selektion 2016 kam der Moment, der alles verändert hat.
Ich war körperlich so stark wie nie zuvor. Die Leistungswerte hervorragend. Ich wusste, dass ich bereit war.
Doch im entscheidenden Leistungstest passierte etwas, das ich nicht erklären konnte. Ich konnte 90–95 Prozent abrufen — aber nicht mehr. Als würde ein Deckel auf einem Dampfkochtopf liegen. Der Wille war da. Der Druck war da.
Aber mein Körper machte zu.
Danach saß ich allein im Hotelflur. Keine Antwort. Nicht für meine Trainer. Nicht für meine Kollegen. Nicht einmal für mich selbst.
Ich kämpfte trotzdem weiter. Noch mehr Kontrolle. Noch härter. Noch mehr funktionieren.
Doch mein Körper war längst am Ende.
Schließlich schied ich knapp aus dem Olympiakader aus. Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte: Unter der Enttäuschung lag plötzlich Erleichterung. Nicht weil ich meinen Traum loslassen wollte — sondern weil mein Körper endlich nicht mehr kämpfen musste.
Diagnose: Epstein-Barr-Virus. Massive Entzündungswerte. Ein Körper im permanenten Alarmzustand.
Sechs Monate Pause. Und zum ersten Mal verstand ich: Leistung entsteht nicht nur aus Training.
Ines blieb an meiner Seite. Wir fuhren in ein privates Skilanglauf-Trainingslager — früher trainierte ich dort stundenlang am Limit. Jetzt waren 10–15 km kaum möglich.
Doch genau in dieser Langsamkeit begann etwas Neues. Zum ersten Mal arbeitete ich nicht mehr gegen meinen Körper — sondern mit ihm.
Gezielte Ernährung. Darmaufbau. Wirkliche Regeneration. Und etwas, das ich als Leistungssportler fast verlernt hatte: Hilfe annehmen.
Trainingsumfang? Halbiert!
Leistungsfähigkeit? 98 % des Weltklasse Niveaus!
Veränderung? Alles!
Heute trainiere ich 1–2 Stunden pro Woche —
und erreiche trotzdem den Großteil meiner früheren
Leistungsfähigkeit.
Nicht weil ich härter geworden bin.
Sondern weil ich gelernt habe, meinen Körper zu verstehen.

Bis mein Körper mich zwang, wieder zu mir selbst zurückzufinden.
Ich hatte einen Vollzeitjob, 4 Stunden Pendeln täglich, intensives Triathlon-Training. Landesliga-Starts. Internationale Wettkämpfe. Vorbereitung auf meine erste Mitteldistanz.
Zwei Stunden Training unter der Woche, pro Tag. Wettkämpfe am Wochenende. Überall funktionieren.
Nach außen: Kontrolliert. Ehrgeizig. Leistungsfähig. Jemand, der "alles im Griff" hat.
Was niemand sah: Ich lebte im Dauerstress. Im Schlafdefizit. Im permanenten Funktionsmodus.
Der Zusammenbruch kam nicht plötzlich. Er kam schleichend.
Ich wurde ständig krank. Teilweise 3–4 Stunden Schlaf. Mein Darm spielte verrückt. Ich weinte fast täglich — und schaffte es trotzdem, am Wochenende Leistung abzurufen.
Montag und Dienstag funktionierten noch. Mittwoch wurde es schwer. Donnerstag und Freitag brach ich innerlich zusammen.
Und trotzdem machte ich weiter.
Mein Arzt schrieb mich krank. Das fühlte sich nicht nach Erleichterung an. Es fühlte sich an wie Kontrollverlust.
Ich hatte Angst, alles zu verlieren. Vor allem den Sport, der so lange mein emotionaler Anker war.
Rückblickend begann genau dort die wichtigste Veränderung.
Jonas war in dieser Zeit mein größter Halt. Nicht, indem er versuchte, mich zu reparieren — sondern indem er mir etwas schenkte, das ich kaum kannte: Das Gefühl, einfach sein zu dürfen. Ohne Leistung. Ohne Funktionieren. Er war der Mensch in meinem Leben, bei dem ich nicht das Gefühl hatte, meinen Wert verdienen zu müssen.
Yoga wurde mein Wendepunkt. Zum ersten Mal seit Jahren spürte ich wieder echte Ruhe. Kein Kämpfen. Kein Funktionieren. Mein Körper atmete zum ersten Mal seit Jahren aus.
Ich fing wieder an zu malen. Zu lesen. Dinge wieder zu entdecken, die nichts mit Leistung zu tun hatten.
Und ich verstand etwas, das mein Leben verändert hat: Ich hatte mein ganzes Leben versucht, mir meinen Wert zu verdienen. Durch Leistung. Durch Disziplin. Durch Anerkennung. Aber egal, wie viel ich erreichte — innerlich blieb immer dieses Gefühl: nicht genug.
Als gelernte Sportwissenschaftlerin erkannte ich in Jonas das Muster, das ich selbst kannte: Ein Körper, der jahrelang im Alarmzustand trainiert hatte, ohne es zu wissen. Als WM-Qualifikantin bei der Challenge 70.3 WM und von meinen zahlreichen Wettkämpfen kenne ich das, was Triathleten erleben — nicht aus Büchern. Sondern von innen.

Wie aus zwei leistungsgetriebenen Menschen eine neue Bewegung entstand.
Wir lernten uns kennen, als wir beide noch tief in dieser Welt des Leistungssports lebten. Doch schon damals begannen wir, uns gegenseitig Fragen zu stellen, die unser Leben verändern würden.
Ines stellte Jonas Fragen über Ernährung, Regeneration und Gesundheit, die er sich vorher nie gestellt hatte. Jonas gab Ines das Gefühl, einfach sein zu dürfen — ohne Leistung, ohne Beweis.
Wir begannen gemeinsam Dinge zu hinterfragen, die für uns völlig normal gewesen waren: Permanenter Stress. Ständiges Funktionieren. Training gegen den eigenen Körper. Emotionales Wegdrücken.
Je tiefer wir eintauchten, desto klarer wurde: Die meisten Menschen optimieren Symptome — und übersehen das eigentliche Fundament von Leistungsfähigkeit. Den Zustand des Nervensystems. Die Fähigkeit zu regenerieren. Zwischen Spannung und Entspannung wechseln zu können.
Wir trafen irgendwann eine Entscheidung, die viele nicht verstanden haben: Wir kündigten unsere Jobs. Lösten unsere Wohnung auf. Meldeten uns in Deutschland ab. Und gingen mit unseren zwei kleinen Kindern in ein völlig anderes Leben.
Nicht weil alles perfekt geplant war. Nicht weil wir vor irgendetwas wegliefen. Sondern weil wir verstanden hatten: Echte Sicherheit entsteht nicht im Außen. Sie entsteht in uns selbst.
Aus all dem und all unseren Erfharungen und Erkenntnissen ventstand The Regulated Athlete.
Keine klassische Coaching-Marke. Sondern eine Bewegung für Athleten, die aufhören wollen, permanent gegen sich selbst zu kämpfen.
Heute begleiten wir ambitionierte Ausdauersportler dabei, die Lücke zu schließen, die wir selbst so schmerzhaft erleben mussten.
Wenn du heute dort stehst, wo wir damals standen: Du musst noch nicht wissen, wie. Du musst nur bereit sein, hinzuschauen. Und aufhören zu glauben, dass du alles alleine schaffen musst.
Kostenfreie Auswertung mit Jonas.
