
Jonas & Ines
Wir haben The Regulated Athlete nicht gegründet, weil wir ein Business wollten. Sondern weil wir beide durch etwas gegangen sind, das wir alleine nicht verstehen konnten.

Wer wir sind
Jonas war Ruder-Weltmeister und ein Jahr später kaum noch in der Lage zu trainieren. Ines war Sportwissenschaftlerin und hat trotzdem übersehen, was mit ihrem eigenen Körper passierte.
Beide haben wir denselben Fehler gemacht: Wir haben Symptome optimiert, statt zu verstehen, was darunter liegt.
Aus diesen zwei Wegen ist eine gemeinsame Arbeit geworden. Heute begleiten wir Ausdauersportler, die genau an diesem Punkt stehen, an dem wir selbst einmal standen.

Ich habe lange geglaubt, dass Leistung bedeutet, immer mehr zu machen. Mehr Training. Mehr Disziplin. Mehr Härte. Und ehrlich gesagt hat das lange funktioniert. 2014 wurde ich Weltmeister im Leichtgewichts-Achter.
Ein Jahr später konnte ich kaum noch trainieren. Die Diagnose: Epstein-Barr-Virus, massive Entzündungswerte, ein Körper im permanenten Alarmzustand. Die Ärzte verordneten ein halbes Jahr Pause. Aber etwas in mir wusste: Wenn ich danach einfach weitermache wie vorher, fange ich wieder von vorne an.
In dieser Zeit war Ines an meiner Seite. Sie hat mir Dinge gezeigt, die ich als Leistungssportler nie in Betracht gezogen hatte. Ernährung, Darmgesundheit, Regeneration, Mineralstoffe. Und noch wichtiger: wie es sich anfühlt, Hilfe anzunehmen.
Nach wenigen Monaten erreichte ich auf dem Ruderergometer wieder 97 bis 98 Prozent meiner früheren Leistung, mit vielleicht der Hälfte des früheren Umfangs. Heute trainiere ich ein bis zwei Stunden pro Woche.

Ich war Sportwissenschaftlerin. Ich wusste, wie Körper theoretisch funktionieren. Und trotzdem habe ich jahrelang nicht gemerkt, was mit meinem eigenen passiert ist.
Irgendwann konnte ich keine Entscheidungen mehr treffen. Ich vergaß Termine. Selbst einfache Dinge überforderten mich. Als mein Arzt mich krank schrieb, fühlte sich das nicht wie Erleichterung an, sondern wie Kontrollverlust.
Jonas war in dieser Zeit mein größter Halt. Nicht, weil er versucht hätte, mich zu reparieren. Sondern weil er mir etwas geschenkt hat, das ich vorher kaum kannte: das Gefühl, einfach sein zu dürfen. Ohne Leistung. Ohne etwas beweisen zu müssen.
Dann kam Yoga. Zum ersten Mal seit Jahren spürte ich wieder Ruhe. Und irgendwann verstand ich etwas, das mein Leben verändert hat: Ich hatte mein ganzes Leben versucht, mir meinen Wert zu verdienen. Durch Leistung, Disziplin, Anerkennung im Außen.
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